Klassische Herrenmode und das süße Leben.



Reiseziel Wales: Ein ungeplanter Urlaub

Ich beschäftige mich in diesem Blog hauptsächlich mit Mode und hatte nicht geplant, unter die Reiseblogger zu gehen. Nichtsdestotrotz hat mich meine letzte private Reise, die wortwörtlich ungeplant war, in den Norden von Wales verschlagen. Wales war und ist dabei so malerisch und passend zu meinen sonstigen Themen, dass ich es mir nicht verkneifen kann, euch darüber zu berichten.

Urlaubsplanung

Für mich ist Urlaubsplanung nervig und anstrengend, deshalb haben  wir unseren letzten Urlaub über Unplanned.de gebucht: d.h. wir haben angegeben was wir grundsätzlich machen möchten – nämlich „Kultur“ plus „romantisches Getaway“ – und noch einige persönliche Infos zu uns preisgegeben. Das war’s.

10 Tage vorher wurde uns mitgeteilt, wann genau wir abreisen und zurück sein werden. 3 Tage vorher bekamen wir die Wettervorhersage und eine Packliste per E-Mail. Am Abreisetag um 6:00 standen wir dann am Flughafen, öffneten den Briefumschlag und wussten: Es geht über Manchester nach Nordwales.

Impression vom naheliegenden Dorf Rowen

Impression aus dem naheliegenden Dorf Rowen

Abenteuerlich

Das erste Abenteuer war der britische Linksverkehr. Dabei gewöhnte ich mich sehr schnell an das Fahren auf der „falschen“ Straßenseite. Die eigentliche Herausforderung war es mit Links zu schalten. Richtig brenzlig wird es erst in der britischen Provinz mit Straßen, die gerade breit genug für ein Auto sind. Wegen möglicher Vogelnester dürfen die Hecken in der Brutzeit nicht zurückgeschnitten werden. Das macht die Wege noch enger und unübersichtlicher. Glücklicherweise blieb uns entsprechender Gegenverkehr erspart.

Blick von Conwy Castle auf die Innenstadt

Blick von Conwy Castle auf die Innenstadt

Unsere Ausflüge führten uns u. a. in die Hafenstadt Conwy, den Snowdonia Nationalpark und zum Bodnant Garden (siehe Beitragsbild). Während uns beim Wandern massenweise Schafe, seltene Vögel und wilde Ponys begegnet sind, glänzten die Dörfer und Städte mit Überbleibseln mittelalterlicher Geschichte und zuckersüßen Steinhäusern.

Wilde Carneddau-Ponys

Wilde Carneddau-Ponys bei Carnedd Llewelyn

Sehr britisch

Unsere Unterbringung erfolgte passenderweise in einem alten britischen Anwesen namens Coed Mawr Hall. Neben gerade einmal sechs Hotelzimmern gibt es noch drei Cottages und ein Besitzerpaar, das den Gästen wirklich jeden Wunsch von den Augen abliest. Ohne Auto ist man hier allerdings aufgeschmissen. Das malerische Dörfchen Rowen, inklusive historischem Pub, ist fußläufig zu erreichen. Für alles andere benötigt man einen fahrbaren Untersatz. Einzig und allein der Ausflug in ein „Wellness“ Hotel in Betws-y-Coed hat uns etwas enttäuscht, da es sich letztendlich nur um ein Dorf-Schwimmbad mit Zwei-Mann-Sauna aus dem Baumarkt handelte. Vielleicht passen Spa und Wales auch einfach nicht zusammen.

Unser Hotel Coed Mawr Hall

Unser Hotel Coed Mawr Hall

Abschließend habe ich noch eine modische Anmerkung. Unser Reiseziel war mir zwar nicht bekannt, aber die Wetterprognose hatte mich dazu veranlasst beim Packen auf Tweed zu setzen. Ich kann nicht leugnen, dass es mich besonders gefreut hat, mit diesem Gepäck ausgerechnet nach Großbritannen ins Mutterland des Tweeds zu verreisen.

Im Tee- und Barzimmer des Hotels Coed Mawr Hall

Im Tee- und Barzimmer des Hotels Coed Mawr Hall

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