Klassische Herrenmode und das süße Leben.

Die vier gängigsten Hemdkragen

Das Hemd ist ein zentraler Bestandteil klassischer Herrenmode und kommt in den verschiedensten Formen und Farben daher. Eine wesentliche Komponente des Hemds wiederum ist der Hemdkragen. Zwei relativ exotische Varianten (Vatermörder und andere abnehmbare Krägen sowie Clubkragen) habe ich bereits vorgestellt. In diesem Artikel möchte ich auf die vier gängigsten Typen eingehen: Kläppchen-, Kent-, Haifisch- und Button-Down-Kragen.

Auf kleinen Flügeln

Nominell ist der Kläppchenkragen ziemlich niedlich – zumindest im Deutschen. Die britische Bezeichnung „wing collar“ klingt dagegen fast majestätisch und das kommt dem Verwendungszweck auch näher. Denn der Kläppchenkragen gehört zu Smoking, Frack und Cut. Dementsprechend trägt man zu diesem Kragen ausschließlich Querbinder oder – im Falle des Cuts – Krawattenschal.

Cutaway mit Kläppchenkragen, Krawattentuch und grauem Zylinder.

Kläppchenkragen. Foto von Kamerakata.

Der Massentaugliche

Der Kragen mit der größten Verbreitung ist der Kentkragen. Er ist ein sehr klassischer Hemdkragen, der sich dadurch zu fast jedem Anlass tragen lässt. Sein Name soll auf seinen Erfinder, den Duke of Kent zurückgehen. In jedem Fall gibt es verschiedene Variationen mit unterschiedlich langen Kragenschenkeln, die unterschiedlich weit voneinander gespreizt sind.

Um die manchmal recht langen Kragenschenkel an ihrem Platz zu halten, sind sie oft mit Kragenstäbchen verstärkt. Weiche Kragenschenkel fixiert man am besten mit einer Kragennadel.

Nahaufnahme von weinroter Strickkrawatte unter grauem Dreiteler mit großen Karomuster.

Kentkragen

Der Moderne

Sind die Kragenschenkel sehr stark gespreizt, spricht man allerdings nicht mehr vom Kentkragen, sondern vom Haifischkragen. Er ist sozusagen eine modernisierte Variante des Kents. Der Haifischkragen gilt dadurch aber auch als etwas informeller und sollte nicht mit einer Fliege getragen werden. Auch bei Krawatten sollte man darauf achten, keinen zu schmalen Krawattenknoten zu binden. Die stark gespreizten Kragenschenkel lassen viel Raum und dieser Raum möchte gefüllt werden, z.B. mit einem Windsorknoten.

Blaues Hemd mit weißem Haifischkragen und weißen Manschetten. Dunkelblaue Krawatte mit Muster.

Haifischkragen

Der Sportliche

Der Button-Down-Kragen kommt ursprünglich aus dem Polosport und gilt dementsprechend als sportlich. Der sichere Sitz der Kragenschenkel ist praktisch, aber nicht sonderlich elegant. Für den Geschäftsalltag ist er nur eingeschränkt nutzbar – nämlich in Branchen, die nicht als konservativ gelten, oder natürlich am „Casual Friday“. Entgegen der Meinung vieler, kann man den Button-Down-Kragen mit einer Krawatte kombinieren, nur bitte nicht mit einer Fliege. Aber auch mit Langbinder ist dieser Hemdkragen nicht elegant, sondern äußerst informell.

Kaufempfehlungen

Hemden mit diesen und weiteren Kragentypen gibt es von der Stange bei Charles Tyrwhitt*. Wer Hemden aus Maßkonfektion vorzieht und gerne gewisse Details selbst bestimmt, wird bei Hockerty* fündig.

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