Klassische Herrenmode und das süße Leben.



Hoher Anspruch und niedriges Budget

Gerade Schülern und Studenten stehen die eigenen finanziellen Möglichkeiten dem Anspruch an eine ansehnliche Garderobe im Weg. So scheint es zumindest. Ich bin da anderer Meinung und möchte im Folgenden die Optionen aufzeigen. Dabei richte ich mich vor allem an all die Jungfüxe, die ihr korporatives Leben mit ihrem Abiball-Anzug zu fristen versuchen. Auch mit einem niedrigen Budget kann man viel erreichen.

Namen sind Schall und Rauch

Zunächst einmal sollte man sich nicht von Marken besonders anziehen oder abschrecken lassen. Die Strahlkraft von bestimmten Namen – wie z.B. Hugo Boss – ist unbestritten, dabei habe ich bereits an anderer Stelle auf das schlechte Preis-/Leistungsverhältnis ebendieser verwiesen.

Auf der anderen Seite findet man beispielsweise bei H&M nicht nur Polyester und Bangladesch, sondern auch ein Premiumsegment mit Schurwolltuchen von Marzotto aus Italien und Made in EU.

Passform, Passform, Passform

Außerdem hat es die Maßkonfektion schon vor einer ganzen Weile vom Ladengeschäft ins Internet geschafft. Wer auf persönliche Beratung und professionelles Maßnehmen verzichten kann, wird beispielsweise bei den Schweden von Tailorstore* fündig.

Zumal ein maßkonfektionierter Anzug den Gang zum Änderungsschneider erspart, den man bei Konfektionsware von der Stange einplanen sollte. Meiner Meinung nach sind nicht Verarbeitung, Material oder Marke entscheidend für die Gesamterscheinung. Das wichtigste ist und bleibt die Passform.

Die zweite Hand

Wer dennoch nicht auf bekannte Marken verzichten möchte, der sollte sie wenigstens aus zweiter Hand einkaufen. Dafür eignen sich Flohmärkte. Mancherorts gibt es außerdem spezielle Second-Hand-Shops, die sich ausschließlich mit klassischer Herrenkleidung beschäftigen. In Köln ist hier beispielsweise das Galant im belgischen Viertel zu nennen – eine hervorragende persönliche Beratung ist hier mit inbegriffen.

Über ganz Deutschland verteilt findet man außerdem Humana Shops, die sich teilweise auf Vintage-Stücke spezialisiert haben. Eine ebenso sichere Adresse ist der Online-Flohmarkt eBay mit gut sortierten Shops wie beispielsweise dem von danieljohnmenswear7*.

Vorsicht im Schlussverkauf

Viele Ladengeschäfte und Online-Shops locken regelmäßig mit attraktiven Preisen bei Produkten im Schlussverkauf. Hier ist besondere Vorsicht geboten. Grundsätzlich kann man im Schlussverkauf hervorragende Schnäppchen machen. Andererseits sollte man bedenken, dass es sich hier zumeist um Restverkäufe von besonders unbeliebten Artikeln handelt. Es gibt in der Regel gute Gründe warum diese Stücke bis dato liegengeblieben sind.

Das Beispiel-Outfit

Die vorgestellte Montur stammt jedenfalls aus den erwähnten Quellen und kann mit einem niedrigen Budget finanziert werden. Der Anzug kommt von H&M (ca. 200 Euro). Das Hemd entspringt dem SALE von Charles Tyrwhitt* (ca. 30 Euro). Die gebrauchten Schuhe von Allen Edmonds sind aus dem eBay-Shop Oxfords and more* (ca. 120 Euro). Die schmale Krawatte stammt von ASOS (ca. 10 Euro).

Dazu kommen noch Kniestrümpfe von FALKE* (18 Euro), ein Gürtel von Lloyd* (ca. 22 Euro), ein Von Floerke Einstecktuch* (15 Euro) und Manschettenknöpfe von Insignitum (ca. 9 Euro).

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