Klassische Herrenmode und das süße Leben.



The Grandad Shirt

Das sog. Grandad Shirt feiert seine modische Wiedergeburt durch die Hipster-Kultur. Aber wodurch zeichnet sich ein solches Hemd eigentlich aus? Und woher kommt dieser schmale Stehkragen?

Kein Knopf, kein Problem

Das Hauptmerkmal des Grandad Shirt – für das es keinen passablen, deutschen Begriff gibt – ist der gleichnamige Kragen. Im Original besteht dieser Kragen lediglich aus einem schmalen Band und drei Knopflöchern. Die Knopflöcher dienen dazu einen abnehmbaren Kragen am Hemd zu befestigen.

Man kann diesen Kragentyp allerdings auch ohne zusätzlichen, abnehmbaren Kragen tragen (siehe Titelfoto). In dieser Form muss er lediglich vorne durch einen der separaten Kragenknöpfe geschlossen werden. Diese – meist goldfarbigen – Kragenknöpfe erzeugen eine ganz eigene, auffällige Optik.

Karierter Dreiteiler mit Grandad Shirt und Ballonmütze.

Die Modernisierung

Da abnehmbare Krägen heutzutage kaum noch im Umlauf sind, trägt auch kaum noch jemand sein Grandad Shirt mit diesen separaten Knöpfen. Moderne Varianten haben also nur noch ein Knopfloch und einen Knopf. Das zweite Knopfloch vorne und das dritte Knopfloch im Nacken fehlen, da eben kein separater Kragen mehr befestigt werden muss.

Meiner Meinung nach verliert dieser Kragentyp dadurch ein wenig seinen Charme. Nichtsdestotrotz sind diese modernisierten Varianten viel einfacher erhältlich als das Original. Und die gute Nachricht ist: Eine Umrüstung ist möglich. Man muss schließlich nur den Knopf abtrennen und das Kragenband mit zwei zusätzlichen Knopflöchern versehen. Wer sich das selbst nicht zutraut, fragt den nächsten Änderungsschneider oder die gute Frau Mama.

Kauftipps

Moderne Grandad Shirts bekommt man mittlerweile an jeder Straßenecke. So auch bei Amazon*. Im Tailorstore* ist der entsprechende Stehkragen ebenfalls eine Option. Ein Hemd aus Maßkonfektion hat dabei den Vorteil in allen anderen Details frei konfigurierbar zu sein.

 

Beide Fotos sind von Christina Becker Photography.

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