Klassische Herrenmode und das süße Leben.

Zweireiher als Weste oder Anzug

Vor geraumer Zeit habe ich mit meinem guten Freund Matthias über das Thema Zweireiher diskutiert. Viele verbinden mit zweireihigen Jacketts und zweireihigen Westen eher kräftig gebaute Männer. Das mag daran liegen, dass Männer wie Ludwig Erhard dieses Erscheinungsbild nachhaltig geprägt haben. Und tatsächlich empfiehlt es sich mit einer entsprechenden Statur durch den vorteilhaften Schnitt auch Zweireiher zu tragen.

Der Prince of Wales

Das heißt im Umkehrschluss aber nicht, dass schlanke Männer keine Zweireiher tragen können. Bestes Beispiel ist und bleibt der Prince of Wales, auf dessen Gespür für einen eleganten, britischen Kleidungsstil man sich stets verlassen kann.

Also nur Mut! Hauptsache die Knöpfe des Zweireihers bleiben stets geschlossen – auch im Sitzen. Der unterste Knopf einer zweireihigen Weste oder eines zweireihigen Jacketts kann geöffnet bleiben, muss er aber nicht.

Moderner denn je

Der zweireihige Anzug war in den 1930er und später in den 1980er Jahren besonders beliebt. Ihm haftet jedoch der Ruf an altbacken zu wirken. Das finde ich nicht, wenngleich Zweireiher tatsächlich oft konservativ wirken. Man sollte lediglich bei zweireihigen Blazern vorsichtig sein. In Dunkelblau und mit goldenen Knöpfen wirken sie übertrieben maritim. Dabei sind die wenigsten tatsächlich Kapitän eines eigenen Schiffes.

Klassischer, dunkelgrauer Zweireiher mit breitem Revers und Nadelstreifen.

Klassischer, dunkelgrauer Zweireiher mit breitem Revers und Nadelstreifen.

Kauftipps

Sowohl zweireihige Westen* als auch zweireihige Jacketts* findet man bei Charles Tyrwhitt. Eine gute Alternative sind maßkonfektionierte Stücke, z.B. vom Tailorstore*.

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Thema von Anders Norén