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Luftschiff, Gaslicht, Dampfmaschine – Das Steampunk-Erlebnis in Brühl

Nicht nur Steampunk-Fans, Liebhaberinnen viktorianischer Kleidung und Bioshock-Veteranen könnten in Rookburgh auf ihre Kosten kommen. Selbst Tommy Shelby würde sich zwischen den Kohlesäcken und Destillations-Apparaturen wie zuhause fühlen. Rookburgh ist der neue Themenbereich im Phantasialand in Brühl und macht das Phänomen Steampunk auch für Außenstehende greifbar.

Steampunk-Fabrikanlage mit Zeppelin
Blick auf den obligatorischen Zeppelin, darunter geht’s „Zum Kohleschipper“

Otto Lidenbrok und Sherlock Holmes

Über einen Tunnel zwischen Appelschulze und Lilli’s Café gelangt man auf ein scheinbar altes Fabrikgelände. Überall dampft, knarzt und zischt es. Zwischendurch ertönt das Geschrei mutiger Menschen, die mit „F.L.Y.“ im Schnelldurchlauf über das Areal katapultiert werden. Praktisch jeder Winkel hier ist liebevoll und konsequent durchgestaltet. Jederzeit könnten Otto Lidenbrok oder Sherlock Holmes an der nächsten Ecke erscheinen.

Billardtisch in Steampunk-Bar
Blick auf den Billardtisch in der Bar 1919

Berühmten Romanfiguren begegnet man in Rookburgh allerdings nicht, dafür gibt es einiges zu verköstigen. Die Sandwiches vom Kohleschipper könnten beispielsweise bei jedem Streetfood-Festival mithalten. In der örtlichen Bar 1919 gibt es neben einem Billardtisch, ganze 15 Craft-Beer-Sorten zum Ausprobieren. Zugang zur Bar haben allerdings nur Mitglieder der Explorers‘ Society. Als Hotelgast wird man automatisch in diese aufgenommen.

Im benachbarten Restaurant Uhrwerk warten Poke Bowls, Trüffelpommes und ausgefallene Burger-Kreationen. Für besonders volle Bäuche kann ich das Artischocken-Elixier (Kräuterbitter) als Abschluss sehr empfehlen. In jedem Fall hätte ich ein derartiges, kulinarisches Angebot nicht in einem Freizeitpark erwartet.

Nur für Luftschiff-Piloten

Insgesamt steht das Pilotendasein im Zentrum von Rookburgh. Zunächst einmal sei hier das Hotel Charles Lindbergh erwähnt. Dieses ist benannt nach dem US-Piloten, welcher 1927 alleine den Atlantik überflog und dadurch weltberühmt wurde. Die Zimmer sind als Kojen klein und zweckmäßig gestaltet. Fliegerbrille und Schal gehören fest zum Inventar. Zudem erhält man von der Außentreppe einen guten Blick über das neblige Rookburgh. Mitglieder der Explorers‘ Society (also die Hotelgäste) dürfen sogar nach Parkschließung nochmal für ein paar Stunden die erleuchtete Kulisse erkunden.

Blick auf das Steampunk-Viertel Rookburgh
Die Achterbahn F.L.Y. schlängelt sich kreuz und quer durch Rookburgh

Das Herzstück des Komplexes ist schließlich die Achterbahn F.L.Y.. Vor dem eigentlichen Fahrgeschäft geht es durch den detailreich gestalteten Wartebereich hindurch. Auf dem Bauch liegend saust man dann durch Rookburgh. Teilweise rauscht das Fluggerät direkt durch die Gebäude oder unter ihnen hindurch. Der Ritt animiert zur Wiederholung. Bei mehreren Durchgängen ist die Schwindelfreiheit eines echten Luftschiff-Piloten sicherlich hilfreich.

Visueller Leckerbissen im Wartebereich von F.L.Y.

Steampunk zum Anfassen

Wer jetzt schon Lust bekommen hat, kann sich seine Karten für Rookburgh und das Hotel Lindbergh hier sichern: Rookburgh im Phantasialand. Falls noch etwas Überzeugungsarbeit fehlt: Rookburgh macht das Phänomen Steampunk greifbar, auch wenn man eben nicht Frostpunk gespielt, Jules Vernes gelesen oder Wild Wild West gesehen hat. Der Reiz für Fans des Genres ist sicherlich die Möglichkeit ein Bioshock-Cosplay oder ein viktorianisches Kostüm in wunderschöner Kulisse auszuführen. Das gilt auch für Liebhaber von Peaky Blinders (die historische Gang ist ohnehin ein Produkt des viktorianischen Zeitalters) und Babylon Berlin. Der Themenbereich Berlin liegt übrigens direkt nebenan.

Peaky Blinder vor Steampunk-Fahrzeug


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