Mein Name ist Niklas und ich interessiere mich für klassische Herrenmode. Ich bin im Rheinland zuhause und arbeite in der IT eines großen Konzerns. Ich kann mich für Live Rollenspiel mit historischem Anspruch begeistern und bin außerdem Burschenschafter. Dieser Zusammenhang verhalf dem Projekt auch zu seinem Namen: „Vintagebursche“.

Wie genau kam es zum Vintageburschen?

Zu alledem kam schlussendlich noch das Interesse an Fotografie. Es war allerdings lange ein eher diffuses Interesse. Mit meinem Faible für Technik war z.B. das Zusammenspiel von Filmempfindlichkeit, Belichtungszeit und Blende immer spannend. Auch die kreativen Elemente haben mich fasziniert. Ich habe mich allerdings nie getraut mir eine eigene Spiegelreflexkamera zu kaufen. Ich ging immer davon aus, dass sich das nicht lohnen und die Kamera schnell ungenutzt im Schrank verschwinden würde.
Mein Vater dagegen war passionierter Fotograf. Er arbeitete sein halbes Leben bei Konica und später dann Konica-Minolta um an Röntgenmaschinen zu schrauben. Er besaß einen ordentlichen Kamerafuhrpark und entwickelte seine Filme am Anfang selbst. Loyal zum Arbeitgeber waren das stets Teile von Konica, Minolta und schließlich Sony, die das Fotosegment von Konica-Minolta aufgekauft hatten.
Anfang 2016 ist mein Vater dann verstorben. Eine seiner digitalen Sony-Kameras blieb bei mir. Vor allem Veranstaltungsfotos und Selbstportraits beschäftigen mich seitdem. Die Idee des Vintageburschen kam erst zu diesem Zeitpunkt auf und entwickelte sich schneller als gedacht.

Das Foto wurde aufgenommen von Ralf Hüls/Kamerakata. Die analoge Aufnahme hat er mit einer alten Weltaflex gemacht. Der Film wurde von ihm selbst entwickelt.