Klassische Herrenmode und das süße Leben.



Vintage-Drinks und Barkultur: Remedy Elixir

Im New York der wilden Zwanziger Jahre soll der Apotheker Frank M. Farrington das Rezept für einen gewürzten Rum kreiert haben, den Remedy Spiced Rum. Neben diesem Verkaufsschlager konzipierte er weitere Rum-Rezepte. Eines davon ist der Rumlikör Remedy Elixir – ganz nach dem Motto Life is sweet.

Bootlegger

Das gesetzliche Alkoholverbot während der Prohibitionszeit machte die Menschen in Amerika ausgesprochen erfinderisch. Neben der Variante durch eine staatliche Ausnahmeregelung medizinischen Alkohol zu produzieren, wurde sehr viel geschmuggelt. Besonders naheliegend war der Transport von karibischem Rum auf dem Seeweg nach Florida.
In den USA nennt man den Alkoholschmuggel auch Bootlegging. Dieser Begriff soll bereits aus der Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs stammen. Während des Kriegs schmuggelten Soldaten trotz Verbot immer wieder Alkohol in ihre Zeltlager. Das geschah vor allem mit kleinen Flaschen, die sie in ihren Stiefeln (Boots) oder innen am Hosenbein (Legs) versteckten – daraus entstand der Begriff Bootlegging.

Möglicherweise kam Farrington über diesen Weg an den karibischen Rum, der in seinem Elixir-Rezept Verwendung findet. Es muss jedenfalls ein Rum von gewisser Qualität gewesen sein, denn die Reifung im Eichenfass erfordert Zeit und führt übrigens zur typisch braunen Färbung des Rums. Weißer Rum wird meistens in Edelstahlfässern gelagert. Im Gegenzug geht bei dieser Form der Lagerung kein Alkohol verloren.

Das süße Elixir

Remedy Elixir wird – ebenso wie Remedy Spiced Rum – in großen Apothekerflaschen abgefüllt und macht sich durch die Gestaltung sehr gut auf jeder 1920er Motto-Party.

Die Remedy Elixir Flasche

Remedy Elixir erinnert mich, durch die lange Lagerung in frischen Eichenfässern, im Geschmack stark an Bourbon – allerdings ohne die Schärfe und ohne die typische „Klebstoffnote“ des amerikanischen Whiskeys. Der Rumlikör bietet für diese Preisklasse (Tante Google spricht von ca. 18 Euro für 0,7L) eine besonders vielschichtige Süße. Zu den für die Eichenfass-Lagerung typischen Noten von Vanille und Karamell gesellen sich Orange- und Nuss-Aromen. Das Remedy Elixir lässt sich pur hervorragend genießen. Außerdem gibt es eine sehr interessante Cocktail-Variante namens Bitter Elixir. Hierbei werden dem Rumlikör 2cl Limettensaft und ein paar Himbeeren hinzugefügt, um dann mit Bitter Lemon aufzufüllen. Die Kombination aus süßen und bitteren Zutaten ist eine spannende Abwechslung.

Dieser Beitrag wurde gesponsort durch die Sierra Madre GmbH.

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